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(openpr) München (aha). Wertvolle Informationen für die Herstellung von Nahrung für Lebensmittelallergiker liefert eine Studie der Hautklinik am Biederstein der Technischen Universität (TU) in München. Dabei haben Mediziner der beteiligten Kliniken die Verträglichkeit von allergenreduzierten Lebensmitteln nachgewiesen. An den Untersuchungen haben rund 100 Lebensmittelallergiker teilgenommen, die auf Milch- und Eiprodukte sowie auf Fleisch reagieren. 25 von ihnen erhielten Lebensmittel mit veränderten Proteinen. „Lediglich zwei Probanden zeigten fragliche subjektive Reaktionen“, berichtet Studienleiter Prof. Johannes Ring.
Die für die Untersuchung verwendeten Eiweiße waren zuvor von Lebensmittelchemikern durch unterschiedliche Verfahren verändert worden. „Angewendet wurden physikalische Methoden wie Hitze und Druck sowie ein eiweißspaltendes Enzym“, so Ring. Die Verträglichkeit der Proteine wurde zunächst mit Hauttests geprüft. Später bekamen die Probanden Lebensmittel, wie zum Beispiel Sojabrei, in dem die veränderten Eiweiße enthalten waren. „Kinder die auf unbehandeltes Hühnerei mit Atemnot, Hautausschlag oder Erbrechen reagierten, konnten das allergenreduzierte Nahrungsmittel problemlos genießen“, berichtet Ring. Noch stünden die Forschungen am Anfang. Bis die Proteine für die Nahrungsmittelherstellung verwendet werden könnten, seien weitere Studien notwendig. Die Untersuchung ist Teil des REDALL-Projekts (Reduced Allergenicity of Processed Foods), das von Dr. Angelika Paschke von der Universität Hamburg koordiniert wird. An der Studie nehmen insgesamt 13 Kliniken, Forschungsinstitute und Lebensmittelhersteller aus sechs europäischen Ländern teil. Die EU fördert das Projekt mit drei Millionen Euro. Für die Allergietests in München war Dr. Knut Brockow verantwortlich.
In Deutschland leiden etwa fünf Prozent der Kinder an einer Lebensmittelallergie. Dabei reagiert der Körper allergisch auf körperfremde Eiweißsstoffe mit zum Beispiel Asthma, Ekzemen, Durchfall oder Erbrechen, im Extremfall auch mit einem anaphylaktischem Schock. Die Geschichte der Dermatologie in München ist seit dem 13. Jahrhundert durch das St. Nikolai-Spital für Unheilbare am Gasteig, früher Lepra-Haus genannt, und das Leprosorium in Schwabing dokumentiert. Das St. Nikolai-Spital wurde 1859/60 provisorisch nach Untergiesing verlegt, bis 1877 ein Neubau an der Ismaningerstraße bezogen wurde. In diesem "Krankenhaus rechts der Isar" bestand seit 1834 eine Abteilung für Haut- und Geschlechtskranke, die 1929 geschlossen wurde, so daß dem heutigen Klinikum rechts der Isar bis zum Jahr 1967 keine eigene Dermatologie zugeordnet war. 1967 wurde dann mit der Gründung der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München der Lehrstuhl für Dermatologie und Venerologie geschaffen, auf den Universitäts-Professor Dr. med. Dr. phil. Siegfried Borelli berufen wurde und den er bis zum 15.6.1995 innehatte. Als Ort der Dermatologischen Klinik und Poliklinik wurde das Klinikum am Biederstein in Schwabing neben dem Englischen Garten und Kleinhesseloher See bestimmt, das bis dahin als städtisches internistisches Krankenhaus diente. Der Betrieb der Stationen und der Poliklinik wurde am 24.11.1969 aufgenommen. Seit 16.6.1995 ist Universitäts-Professor Dr. med. Dr. phil. Johannes Ring Direktor der Dermatologischen Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München, die im Sommersemester 1996 in "Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie" umbenannt wurde. Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Ring Biedersteiner Straße 29, 80802 München Tel: 089 4140-3170 Internet: www.derma-allergie.med.tu-muenchen.de/ |