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Helles sulfoniertes Schieferöl Sufonierte Schieferöle werden seit mehr als 100 Jahren zur Therapie entzündlicher Hauterkrankungen eingesetzt. Auch wenn Schieferöle aufgrund des Geruchs und des Aussehens oft mit Teeren verwechselt werden, sind sie unbedenklich anzusehen, d.h. eine schädliche Wirkung auf den Organismus ist nicht bekannt. Das helle sulfonierte Schieferöl weist nur einen schwachen teerähnlichen Geruch auf und ist, im Gegensatz zu Teerpräparaten, farblos.
Sulfonierte Schieferöle (Ichtodermcreme, Ichtosincreme) wirken entzündungshemmend, heilend auf Ekzeme und juckreizstillende. Gerbstoffe
Natürliche Gerbstoffe (z.B. aus Eichenrinde) und synthetisch hergestellte (Tannolact, Tannosynth) wirken juckreizstillende und beseitigen entzündungshemmend. Vor allem bei nässenden, juckenden, entzündeten Ekzemen sowie zur stabilisierenden Behandlung weitgehend abgeheilter Ekzeme ist die Anwendung gerbstoffhaltiger Präparate sinnvoll. Synthetische Gerbstoffe sind in verschiedenen Zubereitungen (Lotion, Creme, Salbe, Badezusatz, Puder) erhältlich. Da synthetische Gerbstoffe zu Augenreizungen führen können, sollten sie in der Augenumgebung nicht eingesetzt werden. Tacrolimus
Ganz neu in der Therapie der Ekzeme ist eine Salbe, die so gut wie eine Kortisonsalbe wirken soll, aber nicht die gefürchteten Nebenwirkungen von Kortison wie Hautverdünnung, Infektanfälligkeit und ähnliches hat. Der Wirkstoff „Tacrolimus“ wird aus einer Pilzart gewonnen und hemmt die Produktion von Immunzellen, die für die Hautreaktion verantwortlich sind. Allerdings sind die Nebenwirkungen bisher noch nicht in vollem Unfang bekannt. Es fehlen zur Zeit vor allem noch Langzeitstudien. Dennoch könnte der neue Wirkstoff Tacrolimus eine Alternative oder eine Ergänzung zur Kortisonanwendung sein. Bufexamac
Bufexamac ist ein entzündungshemmende Wirkstoff, der zur Behandlung der Neurodermitis angewandt werden kann. Es wirkt entzündungshemmend und juckreizstillend. Die Wirkung ist vergleichbar mit einer schwachen Kortisonsalbe, ohne deren Nebenwirkungen. In 0,1% der Fälle muss allerdings mit der Entwicklung einer Allergie gerechnet werden, in diesen Fällen können starke Kontaktekzeme durch die Anwendung des Präparates ausgelöst werden. Bufexamac darf auch bei Kleinkindern angewendet werden und wird häufig zur unterstützenden Therapie bei Neurodermitis und Ekzemen eingesetzt. Selbst bei Langzeitanwendung ist der Wirkstoff gut verträglich. |